Desolate Vorstellung beim gestrigen Heimspiel gegen den EHC Freiburg

Nach dem 2 : 5-Debakel gegen die Freiburger Wölfe ist es an der Zeit, alles zu hinterfragen. Alles. Beginnen muss man mit der Einstellung der Spieler. Hochgelobt, zum Teil mit vielen Vorschusslorbeeren versehen mutet dem leidgeplagten HEC-Fan die indisponierte Truppe von Übungsleiter von Gerhard Unterluggauer auch in der Spielzeit 2017/2018 ein lustloses Puckgeschubse zu. Kein Kampfeswille erkennbar. Kein spielerisches Konzept. Kein Tempo. Und das gegnerische Gehäuse scheint Panikattacken bei den Heilbronner Puckjägern auszulösen. Nicht anders zu erklären ist die Tatsache, dass beim spielerischen Offenbarungseid gegen die Freiburger Wölfe eigentlich nie ein HEC-Spieler im Slot war, um Kombinationen abzuschließen oder Abpraller zu verwerten. So mühten sich die Falken vergeblich ab und spielten bei fünf gegen fünf oder in Unterzahl immer schön um die Freiburger Box herum, ohne die Freiburger Abwehr ernsthaft in Gefahr bringen können. Wie beim Handball beim Spiel um den Kreis. Dezenter Hinweis der Treuen: falsche Sportart. Die beiden erzielten Treffer der Heilbronner stellten absolute Ausnahmen dar an einem Eishockeyabend zum Abgewöhnen im Stadion am Europaplatz.

Katastrophale Leistungen der vermeintlichen Leistungsträger Hare und Götz

Nach dem 0 : 3 der Wölfe war für Andrew Hare am vergangen Sonntag Schluss. Er wurde ausgewechselt. Der große Rückhalt und gefeierte Super-Goalie der Playdowns 2016/2017 findet während der gesamten Saison nicht zu seiner alten Form. Bereits zwei Spiele Denkpause hatte ihm Gerhard Unterlauggauer verordnet. Reaktion? Null! Es ist eher noch schlimmer geworden. Wo bleibt die Ruhe und Souveränität, die der Schlussmann einst ausstrahlte. Gewiss, Hare fängt keine absoluten Kappen, aber er glänzt auch nur noch selten. Hält das, was man eben halten muss, aber eben auch nicht mehr. Frenzel hat daher wohl zu Recht bis auf Weiteres die besseren Karten. Der ‘Propagandaminister’ muss sich schon fast schämen, dass er Marcus Götz zu Saisonstart als Königstransfer bezeichnete. Von Götz hat man erwartet, der Turm im Heilbronner Abwehrbollwerk zu sein. Was der vermeintliche Heilsbringer allerdings zeigt, ist erbärmlich. Beispiel gefällig: Der an Julian Airich verwirkte Penalty, den freilich Backup-Goalie Frenzel gegen den flinken Wolf zum Glück für die Falken parieren konnte. Bei Götz fehlen wie bei vielen anderen Tempo und Biss. Falken mit gestutzten Flügeln, lahmen Krallen und Gummischnäbeln – so wirkten die dilettierenden Falkenakteure nicht nur gegen die Breisgauer.

Auch Geschäftsführung und sportliche Führung stehen nun in der Kritik

Gerhard Unterluggauer war der gefeierte Retter der letzten Playdowns. Jetzt bekommt er die PS, die der Mannschaft zugeschrieben werden und die sie manchmal aufscheinen lässt, nicht auf die Straße. Die Mannschaft wirkt unmotiviert. Ein Spielsystem ist nur selten zu erkennen. Der Erfolg bleibt aus. Ein enttäuschender letzter Platz ist bis dato zu konstatieren. Braucht es noch weitere Argumente für einen Trainerwechsel? Ähnlich gelagert die Geschäftsführung. Ohne Zweifel ist Attila Eren ein Gewinn für die Falken. Mit ihm ist kaufmännische Professionalität am Europaplatz eingekehrt. Was ihm mitunter abgesprochen wird, ist eine in gleicher Weise ausgeprägte sportliche Kompetenz. Vielleicht sollte man über einen sportlichen Berater bzw. eine Art Sportdirektor nachdenken. Wie gesagt: Nach dem Offenbarungseid gegen Freiburg muss man alles, muss sich jeder hinterfragen.

Bemitleidenswerte Falken-Anhänger

Resigniert: “Treuen”-Mitglied ‘Bobby’ nach dem desolaten Spiel gegen Freiburg!

Die Berufsauffassung der Heilbronner Puckjäger verursacht nur noch Kopfschütteln im Lager der Fans. Die fünfte Saison gurken die Falken nun im absoluten Tabellenkeller herum. Dabei ist sportlich und finanziell bei den Falken viel mehr Potenzial vorhanden als bei etlichen Mitkonkurrenten. Und allmählich kommt bei den geduldigen Anhängern der Falken nun auch Wut auf. Auf die Mannschaft, auf die sportliche Führung, auf die Vereinsführung. Wegen des dargebotenen Sports darf man eigentlich nicht mehr ins Stadion am Europaplatz gehen. Allenfalls noch wegen des sozialen Aspekts. Einzig DEL2-tauglich erscheint die Restauration der Falken. Die Bewirtung und die dargebotenen Speisen stimmen. Mehr aber auch nicht. Wie sagte doch gestern Abend ein völlig resigniert wirkender Falkenfan, der seit 30 Jahren zum Eishockey geht: “Am Ende bleibt einem nur noch die Paprikawurst.” Traurig, wenn man so etwas feststellen muss!

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1 Kommentar

  1. Micha geiler Artikel, weiter so. Vielleicht lesen ihn entlich mal auch die richtgen von da Oben( Geschäftführung) und schalten dann mal entlich ihr Gehirn ein.

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