Verdienter Auswärtserfolg in Dresden in der Verlängerung

Neuer Goalie – neues Glück. So könnte man das gelungene Gastspiel der Falken bei den Dresdner Eislöwen bezeichnen. Viele haben dem Nicht-Abstiegsgaranten des Vorjahres, Andrew Hare, eine gewisse Formschwäche, zumindest aber mangelndes Matchglück bescheinigt. Also griff Gerhard Unterluggauer in die psychologische Trickkiste und gab dem jungen Nachwuchstorhüter Leon Frensel eine Chance, sich zu beweisen. Nach seiner bärenstarken Leistung sollte der zweite Mann im Falkentor auch am darauffolgenden Sonntag gegen die Kassel Huskies wieder zwischen den Pfosten stehen und rechtfertigte das Vertrauen seines Trainers in bavoureuser Weise: 94,44% Fangquote! Ein Wahnsinnswert.

Wieder gingen die Falken mit 0 : 1 in Führung und vergaben abermals beste Chancen. Die Gastgeber aus Sachsen jedenfalls waren mit dem 1 : 1 zum ersten Drittel bestens bedient. Der HEC hielt zwar sehr gut mit, sah sich aber vor Beginn des letzten Drittels einem 2 : 1 – Rückstand gegenüber. Grafenthin hatte den bärenstarken Frensel mit einem Schuss von außen überlisten können. Kirsch stellte aus einer unübersichtlichen Szene heraus zwar wieder auf 2 : 2, aber nur kurze Zeit später schluckten die Heilbronner Kufenflitzer erneut den 3 : 2 – Führungstreffer der Hausherren. Wieder einmal unnötige Strafzeiten hätten die gute Leistung der Falken beinahe erneut zunicht gemacht. Diesmal gelang es der Defensive der Falken aber eine doppelte Unterzahl schadlos zu überstehen und nicht nur das. Alderson trifft in der 54. Spielminute zum umjubelten Ausgleich. In der Verlängerung ließ sich Heywood nicht einmal eine Minute Zeit, um den zweiten Auswärtssieg der Falken klar zu machen.

Dritte Heimpleite der Falken in Folge gegen die Huskies

Man muss fast befürchten, dass sich allmählich so etwas wie ein Heimkomplex der Falken entwickelt. Gegen die hoch eingeschätzten Gäste aus Hessen war man im ersten Drittel klar dominierend. Allein die Chancenverwertung erwies sich wie zuletzt gegen die Kaufbeurer als großes Manko. Eine knappe 1 : 0 – Führung war das einzig Zählbare der Heilbronner Anfangsüberlegenheit. Nach einer wohl gehörigen Standpauke in der ersten Drittelpause kommen die Männer des Ex-Falken-Trainers Rossi mit ungeheurem Druck und Engagement auf das Eis zurück. Verdienter Lohn: Rovere gleicht aus. Mit 1 : 1 ging es ins letzte Drittel. Im Schlussdrittel wiederum drückte der HEC mit aller Macht auf den ersten Heimdreier. Allein: Es sollte auch am Sonntag nicht zum ersten Heimsieg reichen. Wie so häufig rächte sich die mangelnde Torchancenverwertung der Falken. Selbst in doppelter Überzahlt wollte die Scheiben nicht über die Torlinie der Kasseler. Das gelang dann allerdings den Gästen durch Reiß als er eine 5 : 3 – Überzahl zum späteren Siegtreffer nutzte. Ärgerlich!

Holperstart des HEC auch in die Saison 2017/2018

Man hätte sich einen besseren Start in die laufende Saison gewünscht. Vier magere Punkte aus sechs Spielen stehen zu Buche. Man reiht sich in der Tabelle sofort wieder da ein, wo man in dieser Spielzeit auf gar keinen Fall landen wollte. Vorletzter Platz – nur noch die punktlosen Tölzer Löwen vermochte man bisher hinter sich zu lassen. Allerdings fehlen derzeit auch nur drei Punkte auf Platz acht – dem  anvisierten Saisonziel Playoffs. Wenn endlich der Knoten zuhause am Europaplatz aufgeht und die Ladehemmung im Abschluss beendet wird, sind “Die Treuen” weiterhin optimistisch, dass die Saisonziele erreicht werden können.

 

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