Am Ende rang der HEC die “Löwen” aus Frankfurt in der Verlängerung nieder!

Begeisterndes Spiel gegen den Tabellenzweiten aus Frankfurt

Man musste einen Fehlstart befürchten – aber es kam anders. In einem Spiel, in dem die Falken an gute Zeiten der letzten Saison zur Jahreswende erinnerten, rangen die Heilbronner Punktjäger die Löwen aus Frankfurt mit 4:3 in der Verlängerung nieder. Ein Sieg, der zu zwei Punkten verhalf, die so nicht zu erwarten waren, kam doch mit den Gästen aus der hessischen Landeshauptstadt der Tabellenzweite an den Europaplatz. Die Frankfurter zeigten am Freitag, den 16. November, von Anfang an, wo der Hammer hängt. Pantkowskis Galaform zwischen den Pfosten war es zu verdanken, dass die Falken im Spiel blieben und nicht zum hilflosen Fraß der Löwen wurden. Tousignant in der 11. und Mike Fischer, ein ehemaliger Heilbronner Junioren-Nationalspieler, in der 23. brachten die Gäste folge richtig in Front. Nur die enthusiastischsten Anhänger der Falken dürften Mitte des zweiten Drittel noch an die Wende geglaubt haben. Doch es kam anders. Ausgerechnet eine Sekunde vor Ablauf der ersten eigenen Überzahl trifft Helms in der 32. Spielminute zum 1:2. Ein Weckruf, wie sich später herausstellen sollte! Kaum zu glauben aber wahr: Wieder eine Sekunde vor Ende des zweiten Drittels lässt Roope Ranta die Kolbenschmidt-Arena zum Tollhaus werden.

Im Schlussdrittel drehen die Falken gar das Spiel

Mit dem Hallo-Wach-Ruf des Anschlusstreffers war es bereits im Mitteldrittel vorbei mit der Frankfurter Herrlichkeit. Richie Gelke sollte die Unterländer Puckjäger sogar mit abgefälschtem Schuss mit 3:2 in Front bringen. Es gab sogar Chancen auf das 4:2. Was aber tatsächlich folgte, war ein löwenartiges Aufbäumen. Folgerichtig in der 50. Spielminute das 3:3 der Gäste. Mit Glück und Geschick überstand man auf Seiten der Heilbronner selbst das bärenstarke Überzahlspiel der Gäste im Schlussdrittel – das wohlgemerkt erste. Ein Schlüssel zum Erfolg. In der Verlängerung schafft Neuling Möser das fast Unglaubliche: Er netzt zum 4:2 ein. Gegen die Tölzer Löwen am Sonntag gilt es nun den gelungenen Neustart fortzusetzen. Möglichst alle drei Punkte müssen aus dem an Österreich angrenzenden Dörfchen nach Hause ins Unterland gebracht werden!

Rückblick auf die Spieltage acht bis 16

Mit viel Enthusiasmus ging man auf Seiten der Käthchenstädter ins Derby am 7. Oktober. Was folgte, war ein ernüchterndes Spiel. Chancenlos schlich man nach dem 3:5 gegen die verhassten Gäste aus dem Ellental vom Eis. An Spieltag 9 mussten sich anschließend die Falken nach gutem Spiel den Huskies aus Kassel auswärts mit 2:4 geschlagen geben. Was dann folgte, war eine bedenkliche Negativ-Serie der Falken mit Spieltagen geprägt von anfälligen Abwehr an der Grenze zur Selbstaufgabe. Eine Flut von Gegentoren sollte über die Falken hereinbrechen. Nicht immer gelang es dabei, den einen Treffer mehr als der Gegner zu erzielen, um die poröse Abwehr zu überkompensieren. Gegen die Lausitzer Füchse gelang in der Verlängerung noch der 7:6-Siegtreffer in der Verlängerung. In Bad Nauheim gelang es im Penalty-Schießen mit 3:4 zwei Punkte aus der Hölle der „roten Teufel“ zu entführen. Mit dem neuen „Standardergebnis“ von 7:6 in der Verlängerung wurden die Wölfe aus Freiburg in der angeführten Heilbronner Torflutphase niedergerungen. An Spieltag 13 war die Defensivschwäche der Falken dann ausgereizt. In einem enttäuschenden Heimspiel ging man in der heimischen Kolbenschmidt-Arena mit 5:7 gegen Aufsteiger Deggendorf unter. Wieder hatte man sieben Verlusttore abgefasst. Eine Katastrophe!

„Kleine“ Wende bereits vor der Deutschland-Cup-Pause

Man musste als geplagter Falkenanhänger Schlimmes befürchten als es an Spieltag 14 zu den Eispiraten nach Crimmitschau ging. Aber es gelang die Einleitung einer kleinen Wende. Die Gegentorflut wurde eingedämmt und siehe da: Mit einem überzeugenden 2:5 entführte man alle drei Punkte aus dem Sachsenland. Ein Trend, der sich fortsetzen sollte. In der Wagnerstadt obsiegte man erneut im zweiten Auswärtsspiel in Folge mit 4:5 und holte abermals alle drei Punkte mit ins Unterland. Diesen starken Auswärtsleistungen tat selbst das vom Spielverlauf her enttäuschende 2:3 gegen den altehrwürdigen ESV aus Kaufbeuren keinen Abbruch. Immerhin hinterließen die Gäste aus dem Allgäu als Tabellendritter ihre Visitenkarte in der Käthchenstadt. Nach großem Kampf fassten die Heilbronner Puckjäger wenige Sekunden vor Schluss den Siegtreffer des ESVK ab. Ärgerlich.

Überzahl und doch kein Sieg! Die Kaufbeurer entführen alle drei Punkte aus Heilbronn!

Tempo aufnehmen und Platz sechs ins Visier nehmen

Nun gilt es das mit dem Heimsieg gegen Frankfurt aufgenommene Tempo aufzunehmen. Nach der Achterbahnsaison 2017/2018 dürfte dies der geschundenen Seele der Falken-Anhänger sehr gut tun. Wir erinnern uns: In der letzten Spielzeit legten die Falken zunächst einen absoluten Katastrophenstart hin. Es gelang eine Trendwende. Zum Jahreswechsel demontierte man in Folge in drei Heimspielen die letzten drei DEL2-Meister. Dem folgte ein emotionaler tiefer Fall mit peinlichen Spielen gegen Mannschaften am Tabellenende. Hochtrabende Hoffnungen auf die direkte Playoff-Qualifikation folgte ein Bibbern um den letzten Pre-Playoff-Platz. Die Qualifikation gelang souverän gegen die Dresdner Eislöwen und kaum zu glauben: Die Traumpaarung gegen die Abonnementmeister aus Ludwigsburg-Nord und ein ehrenhaftes Ausscheiden rundeten die Saison zufriedenstellend ab. Auch dieses Jahr ist eines ganz klar: Am Ende zählt nur, was herauskommt. Für einen guten Saisonstart und einen ordentlichen weiteren Verlauf kann man sich letztlich nur einen Scheißdreck kaufen.

 

Nachtrag (18. November): Wie gewonnen, so zeronnen

Am Sonntag nach dem Niederringen der Löwen ging es ins Tölzer Land. Errang man zuhause zwei nicht unbedingt zu erwartende Heimpunkte gegen die stark einzuschätzenden Hessen, so musste man ohne Punkteausbeute gegen die “Österreicher” wieder die beschwerliche Fahrt ins Unterland antreten. Mit 4:7 gab es deutlich eines auf die Mütze. Vom erhofften Durchstarten nach dem Deutschland-Cup blieb damit nicht viel – es ergibt sich wie die gesamte Saison ein wechselvolles, zwiespältiges Bild. Bei den Falken kann man noch alle Saisonziele erreichen, aber in einer abermals sehr ausgeglichenen DEL2 wird man bei einer länger anhaltenden Schwächeperiode auch schnell durchgereicht!

Daher gibt es für die Falken auch in dieser Saison nur eine Devise: Jeden Spieltag kräftig Punkte sammeln für das Ziel Platz sechs: Direkte Playoff-Qualifikation!

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