Im Bild: Der HEC nach der Gala gegen die Huskies

Trotz Heimsiegen gegen Kassel und Frankfurt: HEC weiterhin Platz 9 – aber in Lauerstellung

Trotz einer fulminanten Steigerung der Falken in den Heimspielen gegen die Kassel Huskies sowie gegen die Löwen Frankfurt mit zu Saisonbeginn nicht für möglich gehaltenen überzeugenden Siegen gegen die vorgenannten Spitzenteams treten die Heilbronner Kufenflitzer weiterhin rein tabellarisch auf der Stelle, schließen aber punktemäßig mächtig zu den direkten Playoff-Plätzen auf: Nur noch fünf Punkte Rückstand auf die Ravensburg Towerstars und damit Platz 6. Nun nach dem Sieg in der Verlängerung bei den Lausitzer Füchsen ebenfalls noch fünf Punkte Rückstand zu den Eispiraten aus Crimmitschau, die punktgleich mit Ravensburg auf Platz 7 rangieren. Mit 49 Punkten auf dem Habenkonto wie der ESV Kaufbeuren auf Platz 8 ist man dran – ganz nah dran – an den Playoff-Plätzen im Lager der Unterländer.

Rücksetzer im Heimspiel gegen die neue “Kaufbeurer Stadtmauer”

Nach drei Siegen in Folge erwarteten viele Falken-Anhänger eine Fortsetzung der Serie gegen die Gäste aus dem Allgäu. In einem rasanten Spiel mit disziplinierter Defensivarbeit und hervorragenden Torhüterleistungen auf beiden Seiten wurde den diesmal über 1.800 erschienenen Heilbronner Eishockeyanhängern in der Tat ein tolles und äußerst spannendes Sportereignis am zweiten Weihnachtsfeiertag dargeboten. Leider vermochten es die Gastgeber nicht, sich und nicht zuletzt ihre leidgeplagten Fans abermals mit drei Punkten zu beschenken. Zwar gerieten die Heilbronner Kufenflitzer zunächst nach der ersten Strafzeit kurz vor Ende des ersten Drittel in Rückstand, konnten aber nur weniger Minuten nach der Drittelpause verdient ausgleichen. Mehr Chancen auf Seiten der Hausherren. da schien die erstmalige Falken-Führung nur eine Frage der Zeit, aber die Gäste mit imposanter Eishockey-Vergangenheit erwiesen sich an diesem Abend als wenig freigiebig mit den zu vergebenden Punkten. Ein Abwehrbollwerk stellte sich den Falken entgegen, das fast schon an das legendäre Verteidigerpaar Manfred Schuster und Dieter Medicus aus den goldenen achtziger Jahren des ESVK erinnerte. Kein Durchkommen. Im letzten Drittel wirkten die Kaufbeurer dann stärker, ohne aber dominant zu sein. Die Falken hatten kurz vor Schluss zudem Pech mit einem Lattenroller, genauso verfolgte sie das Schusspech in der  Verlängerung als Alderson zunächst einen Lattenknaller zu verzeichnen hatte. Mit dem ersten ernsthaften Angriff der Allgäuer mussten die Unterländer schließlich das unglückliche 1:2 in der Verlängerung hinnehmen.

In Dresden kehrte das Spielglück zurück

Dass die Unterländer wesentlich stabiler geworden sind, zeigten sie gegen die gastgebenden Eislöwen im Elbflorenz, als sie in einem ausgeglichenen Spiel diesmal das bessere Ende für sich hatten und mit 2:3 sogar drei Punkte in die Käthchenstadt entführen konnten. Danach sah es lange Zeit nicht aus. Druckvoll zeigten sich die Eislöwen am 28.12.2017. Ein klares Chancenplus der Hausherren war zu verzeichnen und folgerichtig auch eine – wenn auch knappe – 1:0-Führung seit der 10. Minute. Erst im Mitteldrittel kamen die anfangs fahrig und schläfrig auftretenden Gäste aus dem Unterland besser in Schwung. Kirsch traf zum 1:1 Ausgleich, Heatley brachte die Falken gar mit 1:2 in Führung. Trotz Pausenführung war weierhin keine Ruhe im Falkenspiel zu verzeichnen. Besonders ärgerlich: Durch eine völlig unnötige Strafe wegen Spielverzögerung spielten die Heilbronner zu Beginn des letzten Drittels in Unterzahl und kassierten den Ausgleich. Nun entwickelte sich ein auf beiden Seiten nervöses und hektisches Spiel, bis Heywood in der 58. Spielminute den Treffer des Tages landet.

Gala-Vorstellung gegen den Ex-Coach

Nach wie vor ist es kein Spiel wie jedes andere, wenn es gegen Mannschaften des langjährigen Ex-Trainers Rico Rossi geht. Zumal im letzten Spiel des Jahres vor einer Kulisse, die schon fast an ein Derby erinnerte. Mit der wohl besten Saisonleistung, maßgeblich unterstützt durch eine überragende Torhüterleistung von Marcel Melichercik gelang den Falken zum Jahresausklang vor gut 2.000 Zuschauern ein fulminanter Sieg gegen die Huskies. Ein hochklassiges Eishockeyspiel entwickelte sich von Anfang an diesem 30. Dezember 2017 am Europaplatz. Die Falken zunächst nach mehr als fragwürdigen Schiedsrichter-Entscheidungen in Dauer-Unterzahl. Nach überstandener doppelter Unterzahl kamen die Falken in der 13. Minute durch Helms zum umjubelten 1:0. Ein Führung, welche sie an diesem Tage nicht mehr aus der Hand geben sollten. Da mochten die Gäste aus dem Hessischen drücken, wie sie wollten. An diesem Tage bissen sich die Huskies am Heilbronner Abwehrwall die Zähne aus. Und was die Falken-Verteidigung zulassen musste, wurde an diesem Tage vom alles überragenden HEC-Goalie entschärft. Nie hatte man an diesem Abend das Gefühl, dass noch etwas vom bereits vorbereiteten Silvestermenü für die Falken anbrennen konnte. Mit dem 2:0 Mitte des letzten Drittels waren die Weichen endgültig auf Heimsieg gestellt – gegen die “großen” Huskies und deren Übungsleiter mit Heilbronner Vergangenheit.

Falken zähmen auch die Löwen aus Frankfurt

Ein Höhepunkt jagte zur Jahreswende den anderen am Europaplatz. Nach dem Ex-Meister aus Kassel wurde in direkter Folge auch der amtierende DEL2-Meister aus Frankfurt bezwungen. Abermals eine Torhüterleistung der Extraklasse sowie eine Falken-Truppe, die wie aus einem Guss spielte, zeigten den gefährlichen Löwen die Grenzen auf. Kein Wunder, dass nach zwei solchen Heimspielen der neue HEC-Torhüter mit einer Fangquote von über 93% nun auch rein statistisch eine Spitzenposition in der DEL2 einnimmt. Nach torlosem ersten Drittel – mit klaren Vorteilen für die Hausherren, machten die Unterländer nun endlich Tore aus ihren zahlreichen Chancen. Nach Finks Treffer in der 21. Spielminute versäumten es die Heilbronner Puckjäger, die Führung zu erhöhen. Gron nutzte dies in der 37. Minute aus und erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Hessen. Mag es auch noch so abgedroschen sein: Zur psychologisch wichtigen Drittelführung kamen die Gastgeber durch Kirsch wenige Sekunden vor dem vielzitierten zweiten Pausentee. Nach wütenden Angriffen zu Beginn des letzten Drittels vermochten sich die Unterländer dann durch das 3:1 von Heatley in der 52. Spielminute aus dem Kasseler Klammergriff zu befreien. Die Löwen waren bezwungen. Das 4:1 durch Alderson – mag es auch eine noch so schöne Direktabnahme gewesen sein – war nur noch der Schlusspunkt eines Spiels, dessen Ende bereits mit Heatleys Treffer besiegelt war.

Zwei Punkte auch aus der Lausitz von den Füchsen entführt

Zwar nicht mit einem Dreier, aber mit zumindest zwei Punkten traten die Falken die lange Heimreise aus Weißwasser an. Nach der 0:7-Klatsche der Hausherren gegen Bad Nauheim ging man auf Seiten der Heilbronner mit hohen Erwartungen ins Spiel. Gegen die verunsicherten Gastgeber brachte Gelke die Heilbronner Farben bereits in der 9. Spielminute in Front. Nach zahlreichen vergebenen weiteren Chancen der Unterländer dann die kalte Dusche in Unterzahl zu Beginn des zweiten Drittels. Owens markierte den Ausgleich gegen die Gäste aus Heilbronn, die sich ihrer Sache wohl schon zu sicher schienen. In doppelter Unterzahl nutzten in der Folge die Mannen aus Weißwasser die Gunst der Minuten und erzielten in der 31. Spielminute das 2:1 durch Hayes. Erst im letzten Drittel sollten die Falken dieses Ergebnis in Überzahl durch Helms egalisieren (49. Spielminute).  Wie gewonnen, so zeronnen, schien es als die Hausherren nur eine Minute später erneut in Front gingen. Ein Nackenschlag für die Heilbronner Puckjäger, die sich aber nicht beeindrucken ließen und mit einer beeindruckenden kämpferischen Leistung durch Kirsch in der 56. Spielminute abermals zum Ausgleich kamen. Kevin Lavalèe machte dann in der Verlängerung gleich nach 36 Sekunden den Zusatzpunkt für die Falken klar! Fazit: Da war mehr drin für die Falken!

Derby voller Hochspannung

Superknapp ist es also im Kampf um die Plätze 6-10 – die Pre-Playoff-Plätze. Da kommt am Sonntag, den 7. Januar, der verhasste souveräne Tabellenführer aus Ludwigsburg-Nord gerade recht. Der zieht in der DEL2-Saison derzeit einsam seine Kreise. Zwölf Punkte Vorsprung vor den punktgleichen ‘Verfolgern’ Frankfurt und Riessersee. Verhältnisse wie in der Bundesliga mit seinem Souverän FC Bayern. Ein Grund mehr also zu zeigen, dass Heilbronn nun wieder eine Festung ist. Uneinnehmbar für alle! Die angeblich “Stählernen” müssen am Sonntag weichgeklopft werden – sportlich versteht sich!

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