Ein Bild mit Symbolcharakter: Der HEC am Boden

Die Falken mit der “roten Laterne” – ein trübes Lichtlein, das keiner haben will

Nach der blamablen Niederlage gegen die an sich zahnlosen Tölzer Löwen haben es die Heilbronner Kufenflitzer wieder einmal ‘geschafft’: Sie haben die “rote Laterne” ‘erobert’ – sind also wieder einmal Tabellenschlusslicht. Das Ein-Punkte-Wochenende gegen Tölz reichte nicht aus, ein weiteres Abrutschen ganz nach unten zu verhindern. Dabei hatte man sich das Ganze völlig anders vorgestellt. Playoff-Träume – die sind derzeit so unrealistisch wie eh und jeh. Auch in der Spielzeit 2017/2018.

Rückblick: Der Offenbarungseid gegen die Tölzer Löwen ausgerechnet am Freitag, den 13.

Wieder einmal lagen die Puckjäger vom Europaplatz vor heimischer Kulisse vorn. Wieder einmal 2 : 0 – nach bewährtem Bietigheimer Muster könnte man sagen. Was dann folgte, war ein Zumutung für alle zahlenden Zuschauer. Eine Vorstellung der Falken zum Abgewöhnen! Erbärmlich! Keine Kombinationen, kein Zug mehr zum Tor. Damit baute man die biederen Gäste – bis dato Tabellenletzter –  auf. Die kamen auf 2 : 1 heran und ließen die Falken nun zittern. Trotz der späteren Wiederherstellung des alten Vorsprungs auf 3 : 1 wollte sich keine Sicherheit bei den Falken in ihren Aktionen einstellen. Da mag man über zum Teil abenteuerliche Entscheidungen des Schiedsrichter-Quartetts noch so sehr schelten. Da mag man damit auch das zaghafte Attackieren aus Angst vor weiteren Zwei-Minuten-Strafen entschuldigen. Allein – zu erklären vermag dies den abermaligen Leistungsabfall der HEC-Akteuere nicht. Am Ende eines trost- und niveaulosen Spiels musste man beim Stande von 3 : 3 in die Verlängerung. Es passt zum bisherigen Saisonverlauf, dass man in der Overtime die fünfte Heimniederlage im fünften Spiel hinnehmen musste. Immerhin: Der erste Heimpunkt – aber das können nur noch die größten Zyniker schmerzfrei von sich geben!

Erklärungsversuche: Überschätzte Spieler und sich überschätzende Spieler

Auch in dieser Spielzeit galten die Verpflichtungen der Falken als gut. Als beste Mannschafts seit Langem wurde die Truppe im Vorfeld häufig tituliert. Aber selbst absolute Hoffnungsträger wie der auch vom “Propagandaminister” als Königstransfer bezeichnete Abwehrrecke Marcus Götz bleiben bisher weit hinter den Erwartungen zurück. Laut Gerhard Unterluggauer liegt das häufige Einbrechen nicht an mangelnder Kondition. Das hätten sportwissenschaftliche Auswertungen ergeben, so der bisher in dieser Saison leidlich erfolglose Übungsleiter. Man muss als Falken-Anhänger allerdings häufig den Eindruck haben, dass sich die  Heilbronner Puckjäger dem Niveau des Gegners anpassen und häufig nur das Nötigste tun – insbesondere nach eigener Führung und gegen Spielende hin. Das rächt sich offensichtlich bitter! Hier sollten sich die Profis auf dem Heilbronner Eis einmal dringend selbst hinterfragen. Sonst setzt es leere Ränge! Noch leerere!

“Die Treuen” geben dem neuen Team eine letzte Galgenfrist

Wir halten es für überzogen, bereits jetzt wieder die Mannschaft auszupfeifen und den Stab über die neue Truppe zu diesem frühen Saisonstadium zu brechen. Aber auch die Geduld der “Treuen” wird irgendwann sein Ende finden, wenn sich nichts an der laschen Grundhaltung der Mannschaft ändert. Gegen Bayreuth muss ein Sieg her! Dann kann man auch noch den Anschluss finden – zumal noch Nachholspiele anstehen. Aber jetzt heißt es am Freitag: Alles oder nichts! Die Zeit für billige Ausreden ist abgelaufen!

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