Nichts zu holen im Ellental: Der HEC geht mit 1:6 unter!

Guter Start nach der Deutschland-Cup-Pause

Da waren die Falken so prächtig gegen einen der Großen nach der Deutschland-Cup-Pause gestartet: Die Frankfurter Löwen kämpfte man noch in der Verlängerung nieder. Was dann aber folgte, war Ernüchterung, allenthalben Tristesse. Nach dem 17. Spieltag am heimischen Europaplatz setzte es bei den Tölzer Löwen eine ordentliche Klatsche. Statt Fortsetzung des Aufwärtstrends kassierte man erneut sieben Gegentreffer. Gegen die häufig so bezeichneten „Österreicher“ aus dem unteren Tabellendrittel wohlgemerkt. Was bei gutmeinenden Falken-Treuen noch als Ausrutscher durchgegangen sein mag, setzte sich gegen die starken Ravensburger fort.

 

Erneut defensiver Totalausfall

Diesmal schluckte man auf heimischen Eis erneut fünf Gegentreffer gegen das derzeitige Topteam der DEL2. Die freilich ließen nicht so viele Falkentreffer zu wie andere Mannschaften und gewannen folgerichtig klar und deutlich 2:5 in der Kolbenschmidt Arena. Anschließend wollten die Unterländer Puckjäger bei den vielgehassten Sportsfreunden aus dem Ellental eine nachdrückliche Visitenkarte abgeben. Was stattdessen in Ludwigsburg-Nord auf dem Eis geboten wurde, trieb selbst den treuesten der Treuen im Lager der Heilbronner die Zornesröte ins Gesicht. Mit 1:6 ging man im Derby unter. Sechs Gegentreffer und mangelnder Kampfgeist: Kein Wunder, dass im Falkentross Spötteleien wie „Angriff der Gummiadler“ und „Im Zeichen des Fettgiger“ die Runde machten, wenn es um die Spielweise der HEC-Akteure ging.

Das Eis ist aufbereitet! Vor dem Spiel gegen Kassel war die Welt noch in Ordnung!

Statt Wiedergutmachung: Rückfall in den alten Trott

Umso wichtiger für die Moral der Heilbronner Kufencracks und die emotionale Befindlichkeit der Falken-Anhänger: Im Spiel der krisengeschüttelten Vereine behielt man gegen die Eislöwen aus dem Sachsenland am Dienstag in eigener Halle die Oberhand und musste nur zwei Gegentreffer hinnehmen. Diesmal reichten fünf eigene Treffer gegen einen mittelmäßigen Gegner zu einem ersten Schritt zur Wiedergutmachung nach dem blamablen Auftritt bei den „stählernen“ Lokalrivalen. Dem leider kein weiterer folgen sollte. Gegen das DEL2-Schwergewicht aus Kassel lag man zwar nach dem ersten Drittel mit 2:1 in Front, verlor dann aber völlig den Faden und leider auch das Spiel: Mit 2:4 blieb man erneut ohne Punkte trotz Heimvorteil. Eine mehr als ausbaufähige Woche rundete am Sonntag das Spiel bei den beeindruckend aufspielenden Füchsen aus der Lausitz ab. Mit 5:8 schlich man zum Schluss bedröppelt vom Eis. Bereits nach sieben Spielminuten lag man mit 0:3 im Hintertreffen. Kommentar überflüssig.

Der Letzte macht das Licht aus! Der HEC wird in der Lausitz mit 5:8 an die Bande gefahren!

„Unsere letzte Hoffnung“: US-Verteidiger Jimmy Sharrow besetzt vierte Kontingentstelle

Die DEL2 ist auch in der Spielzeit 18/19 sehr ausgeglichen. Bleibt man einige Spieltage unter seinen Möglichkeiten, so wird man schnell aus einer Position in Reichweite zum begehrten Platz sechs nach unten durchgereicht. So geschehen mit den Falken nach der Deutschland-Cup-Pause. Fraglos gibt es keinen Grund im Lager der Falken, die Flinte ins Korn zu werfen. Aber es muss sich etwas ändern. Der HEC taumelt in das untere Tabellendrittel und steht vor richtungsweisenden Spielen. Nur vier Punkte sind es auf den vorletzten Platz, den derzeit die Deggendorfer zieren. Aber sogar nur drei Punkte sind es zu Platz sechs und damit der direkten Qualifikation zu den Playoffs. Insofern kommt die 33-jährige Neuerwerbung aus Übersee, die erst am kommenden Wochenende spielen wird, gerade zur rechten Zeit. Defensive Stabilität erscheint bei den Unterländer Puckjägern wichtiger denn je. Aber eine Ergänzung im Abwehrbereich allein reicht nicht aus. Eine defensive Eishockey-Philosophie muss wieder Einzug erhalten. Auf jeder Position. Und ein sicheres Aufbauspiel. Harakiri und Larifari müssen endlich der Vergangenheit angehören, sonst sind die Saisonziele der Falken mehr als gefährdet.

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