“Eine Masse voller Hass und voller Wut….”

Stalingrad 2.0 am 23. Februar 2018 – ironischerweise: auf dem Parkplatz direkt vor dem Freibad “Am Gesundbrunnen”

Voll besetzt sollte der Bus nach Bayreuth zum möglicherweise vorentscheidenden Spiel in der Wagnerstadt sein. Voller Vorfreude waren sie pünktlich zur Abfahrt angetreten. Doch es sollte anders kommen.

Eine Masse voller Hass und voller Wut

Die Stimmung schlug unerwartet um. „Eine Masse voller Hass und voller Wut, die alles für die Mannschaft tut..“ so titelten einst junge Männer mit modischen Kurzhaarfrisuren zu Beginn der 90er-Jahre. Ein gereizter Mob entstand in der Tat aus bestgelaunten Eishockeyanhängern, die sich teilweise eigens für die Auswärtsfahrt der Treuen Urlaub nehmen mussten. Aber die schlechte Laune galt nicht rivalisierenden Fans oder wendete sich aus sozialem Frust gegen irgendwelche Sachen. Sie galt einem Busunternehmen wie sich bald herausstellen sollte.

Koordinierte Maßnahme des Landratsamtes Heilbronn gegen dubiosen Busunternehmer

Die Treuen und ihre Gäste zur Auswärtsfahrt rieben sich zunächst verwundert die Augen. Was zunächst wie Polizeiwillkür anmutete, stellte sich als koordinierte Maßnahme des Landratsamtes Heilbronn gegen ein dubioses Busunternehmen heraus. Dieses arbeitete seit Jahren mit dem HEC zusammen und stellte seine Dienste sogar der Truppe aus Bietigheim-Nord zur Verfügung. Berichten der ortsansässigen „Heilbronner Stimme“ (HSt) kann entnommen werden, dass auch die Busse der beiden vorgenannten Eishockeyteams an diesem denkwürdigen Freitag, den 23. Februar 2018, kontrolliert wurden. Dem Bus der angeblich „Stählernen“ wurde sogar die Fahrt zum DEL2-Spiel nach Crimmitschau untersagt. Ohhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh!

Abfahrt des Treuen-Busses mit fast zwei Stunden Verspätung

Bei eisiger Kälte wurde den Verantwortlichen der Auswärtsfahrt von den kontrollierenden Polizeibeamten mitgeteilt, dass der vorgefahrene Bus einem Busunternehmen zuzuordnen sei, das aktuell keine Personenbeförderungslizenz habe. Die Fahrt werde daher untersagt. Berichten der „HSt“ zufolge soll das betroffene Busunternehmen gar seit August 2017 (!!!)  keine Personenbeförderungslizenz  mehr haben. Bei eisiger Kälte froren sich daher anfangs wohlgelaunte Freunde des Eishockeysports  im wahrsten Sinne die Eier(-stöcke) ab. Dem Verantwortungsgeschick der Organisatoren aus Reihen der Treuen sowie der Kooperationsbereitschaft der anwesenden Polizeibeamten war es schließlich zu verdanken, dass der flugs angeforderte Ersatzbus die nach Sport lechzenden HEC-Fans doch noch gen Bayreuth  karren durfte. Eine Top-Leistung des Fahrers sowie freier Verkehr sorgten sogar dafür, dass alle Treuen-Mitfahrer mit Anpfiff das Stadion der Gastgeber aus dem Bayrischen betreten konnten,

Historisches am Rande – und drei Auswärtspunkte

Unvergesslich: Während sich die Eishockey-Anhänger mit alkoholischen Getränken die Wartezeit erträglicher machten, erreichte die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft sensationell das Endspiel um die olympische Goldmedaille mit einem grandiosen Sieg gegen Kanada im Halbfinale. Viele verfolgten die dramatischen Schlussminuten beim 4:3 gegen das Mutterland des Eihockeys live auf ihren Smart-Phones. Denkwürdig für alle Beteiligten: Während um die Bayreuth-Auswärtsfahrt gebangt und wegen der Stalingrad 2.0-Temperaturen gebibbert wurde, zitterten alle mit unserer deutschen Mannschaft um deren größten sportlichen Erfolg. Da geriet der souveräne Auswärtssieg unserer Falken in der Wagnerstadt fast zur Nebensache.

Eine denkwürdige Auswärtsfahrt! Merke: „Die Treuen“ geben niemals auf!

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