Die Geschichte der Treuen

Die Gründung des Fanclubs

(Nachfolgend im Original-Wortlaut die erste Folge von “Treuen-TV”)

“Liebe Freunde, liebe Freunde des Eishockeysports,

willkommen zur ersten Folge von Treuen-TV zu sehen über unsere Homepage www.die-treuen.de sowie über youtube. .
Was kann es Sinnvolleres geben, als In der ersten Folge die Geschichte der Treuen näher zu beleuchten. Und wer könnte über die Geschichte der Treuen mehr sagen als der Übervater der Treuen, der Fan der Heilbronner Falken schlechthin, Uwe Glaser (UG), den ich sehr herzlich begrüße.

PM: Servus Uwe. Wie geht es Dir nach einer Zeit von über 35 Jahren HEC als HEC Fan? Bist du manchmal depressiv und kannst nachts kaum mehr schlafen, weil Du Dich über Missstande bei den Falken aufregst oder freust Du Dich noch auf jedes Spiel wie im Jahr 1983?

UG: Na ja Depressiv und nachts nicht schlafen, das würde ich jetzt nicht gerade sagen. Ich bin eher nur manchmal etwas enttäuscht, wenn du wieder einmal die bessere Mannschaft bist und dann Spiele trotzdem dumm verlierst. Aber wie Du schon sagtest, nach 35 Jahren bekommt man ein dickes Fell, weil man einfach schon alles durchgemacht hat. Und Ja I! Ich freue mich auf jedes Spiel in Heilbronn. Schon wegen der Stimmung und meinen Freunden im Stadion.

PM: Da wir gerade beim Jahr 1983 waren. Kannst Du uns den Beginn des Heilbronner Eishockeysports darstellen und — um auf uns Treue zu kommen, warum „Die Treuen” sogar noch älter sind als der HEC?

UG: Das ist relativ einfach zu erklären. Im Endeffekt war ich schon mit 15 Jahren fast täglich in der Eishalle zum Schlittschuhlaufen. Da erfuhren wir, dass der REV Heilbronn eine Eishockey-Mannschaft hat. Zwei gute Freunde von mir, die aus Amerika in meine Nachbarschaft gezogen sind und in den USA auch schon Eishockey spielten, haben auch beim REV angeheuert. Das waren die Brüder Frank und Reinhardt Zehntner. Damals hatten wir einige Akteure aus Amerika, weil ja in Heilbronn eine große Kaserne der Amis war. Der damalige Besitzer der Eishalle – danke an Dieter Rahmer – hat es verstanden, einige dieser Jungs zu überreden, für Heilbronn zu spielen. Ja und in der Clique, in der ich war, gingen wir dann auf die ersten Spiele. Es war wie eine Sucht damals. Es kamen immer mehr Leute, die uns gefolgt sind, auch zu den Auswärtsfahrten und dann haben wir beschlossen, einen Fanclub zu gründen.

PM: Ach ja, genau: Wir kamen „Die Treuen“ zu ihrem Namen?

UG: Zu dem Namen des Fanclubs kamen wir bei einem Auswärtsspiel. Ich glaube es war in mit vielleicht 60 Mann die Eishalle gerockt und nach dem Spiel kam ein Spieler zu uns hergefahren und brüllte uns zu:
„Ihr seid die besten und treuesten Fans die ich je gesehen habe.“ So entstand der Name des Fanclubs „Die Treuen“.

PM: Wieviel Leute zählten „Die Treuen” in ihren Anfangszeiten und wieviel Mitglieder haben die Treuen heute?

UG: Gut wir sind damals relativ schnell gewachsen. Die ganzen Zuschauerzahlen schnellten in Heilbronn in die Höhe. Das Eishockey in Heilbronn war erfolgreich, aber man muss auch sagen, es waren eben auch andere Ligen, in denen wir da gespielt haben. Der Fanclub wuchs schnell auf ca. 60 Personen an. Aber es waren immer Leute, die wir uns aussuchten und die zu uns gepasst haben. Das ist heute übrigens auch noch so. Wir Legen keinen Wert auf Masse, sondern auf Leute die dann deine Freunde werden. Das ist unser Motto.

PM: Kannst Du uns etwas zum Selbstverständnis der „Treuen” als Fanclub sagen? Oder einfachen Warum haben „Die Treuen” nicht über 100 Mitglieder, denn Interessierte gibt es ja genug?

UG: Wir Legen keinen Wert auf Masse, sondern auf Leute die dann deine Freunde werden. Das ist unser Motto.

PM: Was machen die “Treuen” eigentlich noch neben dem Anfeuern der Mannschaft? Oder anders gesagt: Warum wollen die Leute bei Euch Mitglied werden?

UG: Nun wir machen das Übliche was ein Fandub für seinen Verein so macht. Wenn wir vom Verein gebraucht werden, sind wir da, um zu helfen. Ansonsten das übliche Vereinsleben. Grillfeste, Weihnachtsfeiern, wir haben zwei offizielle Dart-Mannschaften und eine Anglergruppe. Ich denke, das wird wohl der Grund sein, warum es die Leute zu uns zieht. Wir sind keine Spinner mehr und verhalten uns auch so. Außer jemand kommt uns blöd!

PM: Wenn man auf die Homepage der Treuen geht oder auf die Seite bei Facebook stellt man fest, dass die Treuen alle mit Glied sind. Provozierende Frage: Ist das denn nicht diskriminierend, wenn man keine Frauen aufnimmt? Schließlich gibt es ja beim Eishockey einen deutlich höheren Frauenanteil bei den Fans als beim Fußball.

UG: Frauen. Ja, also wir sind keines Falls diskriminierend und ohne unsere Frauen, die uns tatkräftig unterstützen, wären wir bei Großveranstaltungen wie bei einem Sonderzug oder Jubiläumsfeiern aufgeschmissen. Aber es ist gut so, wie es ist. Frauen werden bei unserem Fanclub nicht unsere Trikots tragen. Das erspart auch zuzüglichen Ärger.

PM: Jeder Fanclub hat ja seinen Ruf. Haben „Die Treuen” einen makellosen Leumund?

UG: Unser Ruf !! I Nun ja, ich denke Heute im Jahre . 2018 ist unser Ruf ganz in Ordnung. Die Leute akzeptieren und respektieren uns. In den Neuzigern war das nicht immer so. Wir waren halt auch mal jung und etwas verrückt. Die gegnerischen Vereine waren immer froh, wenn wir nach dem Spiel wieder weg waren und noch alles heil war. (Breites Grinsen!)

PM: Wenn Du jetzt auf über 35 Jahre seit 1983 nachdenkst: Was war der bisherige Höhepunkt in der Geschichte der Treuen?

UG: Eishockeysport und der Fanclub in Heilbronn sind der Höhepunkt. Auch ein Höhepunkt waren immer unsere Sonderzüge, die wir gemacht haben. Aber in den letzten Jahren scheiterten neue Versuche, einen Sonderzug zu machen, immer an der Mannschaftsleistung und dem entsprechendem Tabellenplatz der Falken. Außerdem hat das finanzielle Dimensionen angenommen, die du als Fanclub ohne Hilfe von Sponsoren nicht mehr bewältigen kannst.

PM: Weg von der Vergangenheit. Auch bei den Treuen zählt nur das Hier und Jetzt: Was hast Du mit den “Treuen” für Ziele? Wohin soll der Weg der Treuen Deiner Meinung nach gehen?
Der Weg der Treuen wird immer der gleiche sein. Wir lieben den Sport, unsere Stadt und unseren Verein. Unsere Mitglieder werden wie in eine Familie aufgenommen. Jeder von uns weiß, was der andere macht. Beruf, Familienstand und so weiter.Ist das jemandem scheißegal, hat er bei uns nichts verloren.

PM: Schlussfrage: Was ist Dir als Treuer am Wichtigsten?

Du: Zusammenhalt und Ruhe im Fanclub. Freitags oder sonntags ins Stadion zu gehen und mit den Jungs, die Mannschaft anfeuern.

PM: Vielen Dank Uwe Glaser. In der nächsten Folge wollen wir uns mit dem Lied der Treuen beschäftigen, für das Du, lieber Uwe, wohl bei allen Eishockeyfreunden in Heilbronn bekannt bist.

Das war also die erste Folge von Treuen.tv. „Die Treuen“ bedanken sich für Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Interesse und würden sich freuen, wenn Sie auch künftig bei Treuen-TV reinschauen.

Am Mikrofon für Sie Michael Dangel alias PM (Propangandaminister).”